Gang Tour ApeCrime

Die meisten werden es wohl schon mitbekommen haben. Fans der Gang and Friends Tour und deren teilnehmenden YouTuber haben einen ordentlichen Schaden an einem Bus angerichtet.

Vor einigen Tagen erschien ein Video auf ApeCrimeTV, welches den Schaden eines Gang-Tour Busses dokumentierte. Fans hatten dort mit Edding und spitzen Gegenständen ihre Namen und Botschaften auf den Tour-Bus geschrieben bzw. eingeritzt. Jan von ApeCrime zeigte sich schockiert und verurteile dieses Verhalten und gab bekannt, dass ein Sachverständiger den Schaden auf etwa 25.000 Euro schätze.

Nun möchte ich das Verhalten dieser Fans nicht verharmlosen. Cool ist das nämlich nicht, jedoch sollte sich das von selbst verstehen. Allerdings will ich nun einiges hinterfragen. Versuchen wir mal zu verstehen, wer für das Debakel verantwortlich ist. Überwiegend sah man in dem Video Namen oder Liebesbotschaften auf besagtem Bus. Werden wohl Fans gewesen sein. Fans die im Schnitt irgendwo zwischen 13 und 18 Jahre alt sind. Schülerinnen und Schüler überwiegend. Sicherlich war das Beschädigen eines Busses für viele das erste und das letzte Mal und gehört bei keinem der Jugendlichen zum Hobby.

Ich finde es genau so oberflächlich wie die meisten ApeCrime Videos auch, sich vor die Kamera zu stellen und es zu verurteilen, ohne einen Funken Selbstreflexion. Nein, stattdessen ließ es sich Jan nicht nehmen zu betonen, dass man für die Tour nur eine sehr kleine oder gar keine Gage bekomme.  Ihr armen Dudes!

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Was an diesem Bus super zu sehen ist, ist aus meiner Sicht folgendes: Man sieht, was passiert, wenn man junge Menschen so sehr hyped, dass sich Freude, Euphorie und ein Knallbonbon an Gefühlen einfach mal entladen müssen.

Yolo! Why not? Tus doch einfach! Das wird doch ständig von YouTubern wie ApeCrime und Co. vermittelt. Sie zerhauen ihre Einrichtung und schreien rum, vermitteln, dass sie ärger mit der Polizei deswegen hatten und ziehen dies ins Lächerliche. Viele YouTuber der Tour hypen ihre Fans, vermitteln ihren jungen Zuschauern dass man das Leben auskosten soll und alles erlaubt ist, was Spaß macht. Man kann nicht erwarten, dass Jugendliche immer differenzieren können. Vor allem nicht auf einer Tour, die nur durch das extreme Verlangen erfolgreich ist, seine Lieblings-YouTuber sehen, berühren und erleben zu wollen. Man hat sich diese Art der Fankultur selbst gezüchtet und wundert sich nun.

Was mit dem Bus geschehen ist, ist nicht in Ordnung. Doch es ist die Konsequenz des Hypes und der vermittelten Botschaften der YouTuber. Leider gibt es als Reaktion der YouTuber keine Selbstreflexion sondern lediglich den erhobenen Zeigefinger in Richtung der überwiegend minderjährigen Fans. Ist Schade, war aber zu erwarten… Chance vertan.

Florian

Florian

Florian ist TubeNOW-Portalleiter und langjähriger Webvideo-Beobachter.

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