Apple Music plant neues Vergütungsmodell - Künstler sollen in Zukunft mehr profitieren - TubeNOW - Webvideomagazin

Der ewige Konkurrenzkampf zwischen den Musik-Streaming-Diensten Apple Music und Marktführer Spotify geht nun mit einem neuen seitens Apple vorgeschlagenen Vergütungsmodell in die nächste Runde.

Im Bezug auf die Nutzerzahlen ist Apple Music Spotify nach wie vor unterlegen. Während 15 Millionen Leute Apple Music abonniert haben, besitzt Spotify mit 30 Millionen zahlenden Abonnenten die doppelte Anzahl an Kunden. Um den Streaming-Giganten Spotify einzuholen, reichte Apple nun bei dem amerikanischen Copyright Royalty Board (CRB) einen neuen Vorschlag ein, welcher die bisherige Tantiemenregelung ab 2018 drastisch vereinfachen soll.

Der Vorschlag von Apple ist recht simpel: Apple fordert, pro 100 Abrufe eines Musikstreams, dem Künstler 9,1 Cent auszuzahlen. Dieser feste Preis wird auch für Musik-Downloads ausgezahlt und somit spülen Downloads und Streams dem Künstler dieselbe Menge an Geld in die Kasse. In Apples Antrag heißt es, dass man mit Hilfe eines Inklusivpreises die Auszahlung an die Urheber transparenter und fairer gestalten wolle. Apple bietet den Künstlern also mehr Geld als bei der bisherigen Regelung und vorallem eine sichere Rechnung.

Bisher ist die Auszahlung so geregelt, dass die Künstler zwischen 10,5 und 12 Prozent aller Erträge erhalten. Dies kann natürlich deutlich schwanken. Wenn Apple das neue Vergütungsmodell druchgesetzt bekommt, könnte dies für die Anbieter von Gratis-Angeboten verheerende Folgen haben. Hierzu zählen als beste Beispiele wohl Spotify und YouTube. Spotify besitzt über 70 Millionen Nutzer des werbefinanzierten Gratis-Angebots. Denn bei diesen Gratis-Angeboten fließen nicht genügend Tantiemen in die Taschen der Künstler – und schon gar nicht 9,1 Cent pro 100 Wiedergaben.

Spotify müsste sein Gratis-Angebot demnach überdenken und laut Experten sogar den Preis für das Premium-Angebot erhöhen, um den Künstlern beziehungsweise der Musikindustrie die feste Auszahlung nach Apples Vergütungsmodell gewährleisten zu können. So könnte Apple Music die Konkurrenz überlisten und eventuell die Rangposition der Marktführer in Sachen Musik-Streaming verändern.

Neben diesem Vergütungsmodell plant Apple, der Konkurrenz in Zukunft auch mit exklusiven Inhalten überlegen zu sein. So findet man beispielsweise Katy Perrys neue Single „Rise“ derzeit ausschließlich bei Apple Music und im iTunes Store.

 

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