Ohne Hilfsmittel war es bisher nicht möglich, geschützte Streams zu downloaden. Doch nun fanden Forscher eine Sicherheitslücke bei Google Chrome.

Die beiden Forscher Alexandra Mikityuzk und David Livshits untersuchen den Sicherheitsaspekt von Software. Sie fanden heraus, dass in den Codes von Google Chrome eine Sicherheitslücke existiert, welche es dem Nutzer ohne große Umwege erlaubt, die DRM-geschützten Streaming-Inhalte von Video-on-Demand Diensten wie Amazon Prime Instant Video, Watchever, Maxdome oder Netflix zu downloaden. Die genaue Ausführung der Methode beschreiben die Forscher in dem von Ihnen veröffentlichten Video jedoch nicht. Dem Anschein nach sei dieses Problem jedoch nicht nur in dem Browser Google Chrome präsent, sondern ebenfalls bei Mozilla Firefox und Opera.

Diese Browser greifen nämlich ebenfalls auf die fehlerhafte Technologie Widevine zurück. Alexandra Mikityuzk und David Livshits zeigten Google dieses Problem am 24. Mai 2016 auf und stellten dem Milliardenunternehmen ein Ultimatum von 90-Tagen, um diese vorhandene Sicherheitslücke auszubessern. Diese 90 Tage seien in der Branche eine normale Zeitspanne, welche auch seitens Google häufig gestellt wird, um Lücken in der Software fremder Systeme auszubessern.

Der Download solcher Streams ist gar nicht so ungewöhnlich wie man im ersten Augenblick vermuten könnte. Inzwischen bieten auch immer mehr Video-on-Demand Dienste den Download von sich aus an. Watchever lässt den Download bereits seit Jahren zu und Amazon Prime zumindest seit Ende des Jahres 2015. Die Nutzung der Inhalte ohne Internetverbindung ist hilfreich für den Nutzer, denn so kann man sich seine Lieblingsserie zu Hause downloaden und während der Bahnfahrt oder Mittagspause ansehen, ohne dabei unnötige Mengen an Datenvolumen zu verschwenden.

Netflix hingegen wehrte sich bisher immer vehement gegen die Implementierung eines Offline-Modus. Doch nun sorgte Dan Teitz, COO des Software-Unternehmens Penthera, für neue Gerüchte in dieser Thematik. Er behauptet, dass Netflix bereits an einer Software arbeite, die den Konsum des Angebots auf mobilen Endgeräten ohne bestehende Internetverbindung ermögliche. Zudem sei auch der Netflix-Geschäftsführer Reed Hastings einem Offline-Modus gegenüber nicht mehr abgeneigt.

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