Netflix

Auf Grund der immer größer werdenden Relevanz von Streaming-Anbietern in Europa plant die EU-Komission nun eine neue Regelung bezüglich der Herkunft der angebotenen Produktionen und Inhalte.

Netflix, Amazon Prime Instant Video, Watchever oder Maxdome. Das sind nur einige wenige der gängigen Streaming-Anbieter. Fast jeder kennt sie bereits und viele sind selbst Kunde von einem oder mehrerer dieser Video-on Demand-Dienste und genießt das große Angebot, welches einem als Abonnent zur freien Verfügung steht. Doch genau bei diesem Angebot möchte die EU-Kommision eingreifen und eine neue Regelung einführen.

Bei dieser geplanten Regelung handelt es sich um eine Quote, welche vorsieht, dass von dem gesamten Angebot mindestens 20 Prozent europäischer Herkunft sind. Dieser Vorschlag klingt im ersten Moment dramatischer, als er eigentlich ist, denn eine Studie des European Audivisual Observatory zeigt, dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt bei vielen bekannten Anbietern ein großer Teil der Inhalte europäischen Ursprungs sind. Bei 75 untersuchten Video-on-Demand-Diensten liegt der Schnitt bei circa 27 Prozent.

Die EU-Komission hat diese Quote nicht neu erfunden, denn beim Fernsehen ist eine solche Quotenregelung bereits seit geraumer Zeit gang und gäbe. Als bestes Beispiel hierfür kann man Spanien nennen, wo 30 Prozent der gezeigten Inhalte inländische Produktionen sein müssen oder auch Frankreich, wo sogar 60 Prozent vorgeschrieben sind.

Diese Quote von 20 Prozent aus europäischer Produktion können die Streaming-Anbieter problemlos einhalten und werden sich somit wohl kaum dagegen auflehnen. Problematischer könnte jedoch eine weitere vorgesehene Regelung  der EU-Komission sein, in welcher es heißt, dass die EU-Mitgliedsstaaten von den im jeweiligen Land verfügbaren Video-on-Demand-Anbietern finanzielle Unterstützung für die Produktion von europäischen Filmen und Serien einfordern können.

Für die großen Anbieter wie Netflix, welche mit der kürzlich veröffentlichten Serie „Marseille“ bereits eine europäische Produktion fertigstellten oder Amazon Prime Instant Video, welche eine Serie mit Matthias Schweighöfer planen, scheint dies keine große Hürde darzustellen. Es bleibt jedoch die Frage, wie kleinere Anbieter mit dieser Regelung umgehen werden.

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