Der Technologiekonzern Microsoft möchte expandieren und sich innerhalb des Feldes Ihrer Bürosoftware weiterentwickeln. Mit dem Kauf des Netzwerkes LinkedIn soll dieser Schritt erleichtert werden.

Der amerikanische Großkonzern in Sachen Microsoftware kauft alle Anteile des Business-Netzwerkes LinkedIn. Pro Aktie zahlt Microsoft 196 US-Dollar, das macht in der Summe 26,2 Milliarden US-Dollar. Für das aufgekaufte Unternehmen scheint dies ein Riesengewinn zu sein, denn am vergangenen Freitag war der notierte Preis des Unternehmens an der Börse um 50 Prozent geringer.

Die Transaktion solle noch in diesem Jahr vollständig erfolgen. Es solle jedoch kein großer Umbruch in den Führungsetagen des Firmensitzes des 26,2 Milliarden-Netzwerkes in Mountain View, Kalifornien erfolgen. Vielmehr sei die Unabhängigkeit gewährleistet und der CEO Jeff Weiner behält seine Führungsposition. Er solle lediglich mit dem Microsoft-CEO Satya Nadella zusammenarbeiten.

LinkedIn ist ein Konkurrent von dem Karrierenetzwerk Xing. Im ersten Quartal des Jahres 2016 konnte das nun von Microsoft aufgekaufte, seit 2003 bestehende, Unternehmen etliche Nutzer dazugewinnen, sodass die Mitgliederzahl von 414 auf 433 Millionen anstieg. Außerdem sind in Deutschland bereits über acht Millionen Personen bei LinkedIn angemeldet, um geschäftliche Kontakte und Beziehungen zu pflegen oder eventuell auf Jobsuche zu gehen.

In Bezug auf die Börsenentwicklung hat der Microsoft-Deal enorme Auswirkungen. Nachdem der Kauf publik wurde, sank die Aktie von Microsoft um vier Prozent, die LinkedIn-Aktie hingegen stieg um satte 48 Prozent an. Nun liegt der Preis pro Aktie bei etwa 193,80 US-Dollar, was im Vergleich mit dem Zwischenstand im vergangenen Sommer (260 US-Dollar) noch immer äußerst „günstig“ ist.

Die Hauptintention dieser Vereinigung von Microsoft und LinkedIn ist der Ausbau und die Verbesserung der Bürosoftware Office 365. Microsoft hat das Ziel, jedes Büro auf der Welt mit dieser Software auszustatten und mit Hilfe des weltbekannten Netzwerkes LinkedIn ist es möglich, auch die bessere Verknüpfung der Software mit geschäftlichen Kontakten herzustellen. Mit Hilfe des aufgekauften Karriereportals lassen sich so relativ einfach neue Datenbanken über etliche Mitarbeiter anfertigen. Außerdem bietet Microsoft mit dem Kauf dem sozialen Netzwerk Facebook die Stirn und kann nun seine Reichweite mit LinkedIn deutlich ausbauen.

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