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Simon Unge – Das Projekt #milchistgift
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Simon Unge – Das Projekt #milchistgift

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Unge äußert sich zur #milchistgift Woche. Alles nur ein Projekt. Aber aus welchem Grund?

Simon Unge hat in den vergangenen Tagen mit Videos zum Thema Milch, Öl und Nebel für viel Aufregung gesorgt. Speziell mit der Aussage, Milch ist Gift, brachte er den Großteil der Internetgemeinde gegen sich auf.

 

Vegan-Nazi und Holocaust-Vergleich

Aufhänger für seine umstrittene Aussage war die Gesetzesinitiative in Kanada, die vorsah, Milch aus der Ernährungspyramide zu streichen. Dazu kam es allerdings nicht.
Dieses Video nahm LeFloid zum Anlass, um in seinem News-Format darauf hinzuweisen, dass Simon Unges Herangehensweise falsch und einseitig sei. Er würde hier nicht nur seine Meinung verbreiten, sondern mithilfe von mangelhaft zitierten Studien, ein falsches Bild zeichnen. Er bezeichnete ihn letztlich auch als Vegan-Nazi, was Unge wiederum in einem, inzwischen gelöschten, Video kommentierte. Darin zog er einen Vergleich zwischen Massentierhaltung und dem Holocaust während der NS-Zeit.

 

Alles nicht ernst gemeint. #milchistgift nur ein Projekt

Nun hat Simon Unge, nach einer Woche wilder Verschwörungstheorien, dem Ganzen ein Ende gesetzt. Es war alles nur ein Projekt, sagt er in seinem aktuellen Video auf dem Kanal „Unge“.
Er entkräftete die Vorwürfe, er wolle mit dem Zweit-Kanal nur schnell viele Klicks sammeln und Geld verdienen, indem er die Einnahmen des Kanals öffentlich machte. Alle seine Videos auf „Unge“ sind nicht monetarisiert und auch Tanzverbots Vorwurf, sich für potentielle Werbekunden interessanter machen zu wollen, in dem er zwei erfolgreiche Kanäle vorweisen könne, entgegnete Unge damit, dass Unternehmen ihre Marken niemals in einem so werbeunfreundlichen Umfeld, wie auf seinem Unge-Kanal derzeit der Fall, präsentieren wollen würden.

Der vegan-lebende Simon Unge wollte lediglich mit Milch ist Gift polarisieren, sagt er. Als er sich einer enormen medialen Berichterstattung gegenübersah, entschloss er, so Unge in seinem Video weiter, weitere Themen in ähnlicher Art zu veröffentlichen und auch auf Twitter mit harten Aussagen zu polarisieren.

„Das alles war nur ein Projekt“, sagt er nun. Viele User die Unge folgen nehmen diese Aussage gerne so hin und sind froh, dass der YouTuber auch ankündigte nun wieder klassischen Content produzieren zu wollen. Einige sehen diese Aktion jedoch sehr kritisch und vermissen hinter dieser Aktion die Botschaft, den Lerneffekt.

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„Ne Woche hat es mir Spaß gemacht, dann wurde es mir zu eintönig.“

Er wollte mal auf der anderen Seite YouTubes stehen. Wie Simon Desue oder Leon Machère, sagt Unge. Die Intention war, so Simon Unge direkt zu Beginn des Videos, dass den Leuten das Thema zu den Ohren raushängen sollte. Aber mittlerweile ginge es ihm selbst auch so, weswegen er sich entschlossen habe, das Ganze zu beenden. „Ne Woche hat es mir Spaß gemacht, dann wurde es mir zu eintönig.“
Vielen bleibt Unge eine konkrete Erklärung schuldig. Auf Twitter findet man einige Stimmen die ihm vorwerfen, das Ganze zu Beginn durchaus ernst gemeint zu haben und er nun versuche Schadensbegrenzung zu betreiben.

 

Simon Unge wollte manipulieren

Simon Unge folgen mehrere Millionen, zumeist junge Menschen, die ihn wegen seiner Reise-, Gaming- oder zuletzt wegen seiner Reactionvideos mögen. Bezüglich eines Videos von HerrNewstime welches er mit „Manipuliert Unge seine Zuschauer?“ betitelte, antwortete Unge, dass HerrNewstime ja auch sein Zuschauer sei und er ihn, aber auch andere wie zum Beispiel Spiegel Online oder LeFloid durchaus manipuliert habe, damit sie darüber berichten. Wenn es ihm also, aus seiner Sicht, gelungen ist die ganzen News-Leute zu manipulieren, dann hat Unge auch seine ganze, zumeist jugendliche, Zuschauerschaft manipuliert. Und dass nur, so sagt er es selbst, um zu polarisieren, bis es ihm letztlich zu langweilig wurde, weil er immer wieder das Gleiche darüber gelesen habe und nichts neues mehr an Reaktion dazu kam.

Immerhin, einigen Sachen konnte er für sich lernen. Dislikes machen ihm jetzt nichts mehr aus und, Zitat: „Wenn in der Welt nichts wichtiges passiert, wird absoluter Bullshit, absolut belanglose Kacke zu Nachrichten gemacht.“

Es obliegt unseren Lesern, nun entsprechend zu bewerten …

Beitragsbild: Simon Unge – Screenshot

Florian Florian ist TubeNOW-Portalleiter und langjähriger Webvideo-Beobachter. [email protected]

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