Home Interview Über Finanzierung, die Mystery-Serie Deborah und Neues mit Fabian Siegismund – Interview mit De Changeman
Über Finanzierung, die Mystery-Serie Deborah und Neues mit Fabian Siegismund – Interview mit De Changeman
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Über Finanzierung, die Mystery-Serie Deborah und Neues mit Fabian Siegismund – Interview mit De Changeman

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TubeNOW: Du planst seit geraumer Zeit eine Art Horror-Mystery-Serie mit dem namen Deborah. Inzwischen suchst du auch schon eine weibliche Darstellerin zwischen 15 und 17 Jahren. Es geht also wohl in die heiße Phase. Kannst du dazu inzwischen etwas mehr sagen?

De Changeman: Der Plot befindet sich noch extrem in Bewegung. Was ich fest sagen kann ist, dass Uke Bosse fest dabei sein wird. Vieles wird sich dann in den nächsten zwei Wochen konkretisieren. Wir werden Locations anschauen und werden dahingehend auch die Story anpassen. Zudem gibt es zwei YouTube die ich sehr gerne dabei hätte und die auch Lust haben. Aber endgültig entscheiden werden die sich erst, wenn die Drehbücher fertig sind und die Drehtage fest stehen. ich schleppe das Projekt schon Jahre mit rum und hatte auch schon versucht, das Ding zu verkaufen. Ich war auch vor kurzem im Gespräch mit Produktionsfirmen die das Thema super interessant finden. Allerdings wird dort zur Zeit mehr Comedy gefördert. Nun machen wir es eben selbst, wenn es erstmal nur eine Folge wird. Die Serie soll ja auch einen bestimmten düsteren Ton Anschlagen. Und was ich noch sagen kann: Es wird keine Webserie wo eine Folge nur 5 Minuten geht. Eine so lange Webserie haben wir bisher noch nicht gemacht.

TubeNOW: Auch außerhalb von YouTube bist du kreativ tätig. Für Netflix hast du vor geraumer Zeit kurze Sketches für Facebook produziert. Wie kam es dazu?

DeChangeman: Ich hab auf einer Party den Menschen kennengelernt der sich in Deutschland um die Vermarktung von Netflix kümmert. Wir haben uns gut verstanden und als es darum ging, dass er Sitcom-artige Clips brauchte, haben wir diese Auftragsarbeit ausgeführt. Das hat auch viel Spaß gemacht und wir hätten natürlich gerne viel längere Folgen mit viel böserem Humor produziert. Letztlich haben wir natürlich genau das produziert, was sie von uns erwartet haben. Wir werden in Zukunft auch wieder was für Netflix machen. Allerdings etwas anderes und ganz neues. Aber da kann ich noch nicht mehr dazu sagen.

TubeNOW: Wie steht es denn darum, direkt für die Streaming-Plattform von Netflix ein Projekt, eine Serie zum Beispiel, umzusetzen?

De Changeman: Das ist extrem schwierig. Du brauchst dafür auf jeden Fall eine Mainstream-Reputation. Die reden in Deutschland aktuell nur mit Regisseuren, die in Deutschland unglaubliche Kino-Hits hatten. Ich hätte also mindestens einen sehr erfolgreichen Kinofilm haben müssen, um ins Gespräch zu gehen. Oder einen ultra fetten YouTube-Kanal mit x-Millionen Abonnenten, der qualitativ auf einem sehr hohen Level ist.

 

Bei einem Projekt handelt es sich um eine sehr geile Webserie mit Fabian Siegismund. De Changeman

TubeNOW: Was macht DeChangeman um seine Brötchen zu verdienen? Die 1.000 Dollar Patreon-Kohle geht ja für Webserien drauf.

De Changeman: Ich arbeite als Regisseur und Drehbuchautor. Hin und wieder auch mal als Scriptdoktor. Da bekomme ich Scripte und Drehbücher vorgelegt und soll dann schauen, wie man das eventuell noch dramaturgisch verbessern kann oder wo Gefahren lauern, die dann eventuell auch im Schnitt problematisch werden können. Zudem arbeite ich an drei Projekten, die dieses oder nächstes Jahr zu sehen sein werden. Bei einem davon handelt es sich um eine sehr geile Webserie mit Fabian Siegismund. Darin wird er etwas spielen, wie man ihn noch nie gesehen hat. Zudem wird es dieses oder nächstes Jahr noch etwas bitterbös-satirisches geben. Das dritte Projekt liegt aktuell bei einer großen, von mir sehr geschätzten, Produktionsfirma. Ich hoffe, dass ich darüber bald reden kann. Allerdings sind wir dort ganz am Anfang. Um genau zu sein bei der Entwicklung der ersten Drehbücher.

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Und ich hab einen Podcast gestartet. Liebe ohne Selfie nennt er sich. Das macht mega viel Spaß und er läuft viel besser als ich es erwartet hatte.  Er erscheint mindestens einmal, gerne auch zwei Mal im Monat und ich habe schon jetzt eine Gästeliste, die bis zum Ende des nächsten Jahres reicht.

TubeNOW: Wo kann man den anhören?

De Changeman: Auf Soundcloud und Deezer. Aktuell versuche ich auch Spotify und iTunes zu bekommen. Das kostet allerdings Geld und ich verdiene mit dem Podcast auch nichts. Da möchte ich ungern noch 200-300 Euro reinstecken.

TubeNOW: De Changeman, du sitzt zum Jahresende am Kamin und du schaust auf dein Schaffen 2017 zurück. Was glaubst du wirst du darüber denken und was ist dein Ziel bis zum Jahresende?

De Changeman: Zum Jahresende hätte ich gerne mindestens zwei Folgen von Deborah ausgespielt und ein entsprechendes Publikum erreicht. Wir gehen visuell und inhaltlich in Richtung der Videospiele Silent Hill 1-3 und vom Feeling her in Richtung Twin Peeks Staffel 1. Es wird düster, es wird unangenehm und es wird sich Zeit genommen. Deswegen hab ich ein wenig Angst, dass YouTube um die Ecke kommt und es wegsperrt.

 

Ich finde Vidme ganz interessant. Die haben gute Ideen.De Changeman

TubeNOW: Glaubst du nicht, dass es für Webserien wie du sie produzierst nicht bessere Plattformen gäbe wie YouTube? Wie wäre es mit Vimeo zum Beispiel? Dort finden sich ja ebenfalls sehr viele kreative Köpfe.

De Changeman: Für mich macht Vimeo keinen Sinn. Erstens kostet es Geld, wenn man viel in guter Qualität hochladen will und zweitens ist es ausschließlich englischsprachig. Man kann natürlich deutschsprachigen Content hochladen, aber das würde niemals auf der Front-Seite landen. Ich hatte dort jahrelang einen Account und habe auch Sachen hochgeladen, aber die Klicks waren so gering, dass es einfach keinen Sinn gemacht hat.

TubeNOW: Also aus deiner Sicht gibt es aktuell keine Alternative zu YouTube, die relevant wäre oder in naher Zukunft relevant wird?

De Changeman: Ich finde Vidme ganz interessant. Die haben gute Ideen. Man kann zum Beispiel Trinkgeld geben oder Inhalte nur für Leute freigeben, die einen gewissen Betrag zahlen. Ich habe da aktuell nichts geplant, aber es ist ein interessanter Weg. So könnte man auch teurere Projekte finanzieren, indem man diese z. B. für 1 Euro im Monat zur Verfügung stellt. Bei dem Nischenzeug das ich mache, wird es aber immer schwierig bleiben. Markus Specht hat mir so viel Spaß gemacht und ist mein absolutes Lieblingsprojekt. Es hat aber wenig Klicks, weil die Leute eher lustigen Kram sehen wollen. Markus Specht ist halt eben recht düster. Ich mach ja auch gerne dieses lustige Zeug. Aber viel mehr Spaß hab ich an sowas wie Markus Specht. Da kann man sich viel mehr ausleben und wesentlich interessantere Geschichten erzählen.

TubeNOW: Seit Ende August ist Markus Specht bei dir auf dem Kanal zu sehen, richtig?

De Changeman: Genau. Es ist eigentlich eine Webserie, nun wurde es als Film etwas anders geschnitten, die Musik hat sich verändert und das Ende ist ein wenig anders. Er hat eine Länge von knapp 50 Minuten und es gibt dazu auch ein Interview mit FloVloggt wo das Thema nochmal beleuchtet wird und ich Fragen dazu beantworte.

TubeNOW: Danke für das Interview.

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TubeNOW: Du planst seit geraumer Zeit eine Art Horror-Mystery-Serie mit dem namen Deborah. Inzwischen suchst du auch schon eine weibliche Darstellerin zwischen 15 und 17 Jahren. Es geht also wohl in die heiße Phase. Kannst du dazu inzwischen etwas mehr sagen?

De Changeman: Der Plot befindet sich noch extrem in Bewegung. Was ich fest sagen kann ist, dass Uke Bosse fest dabei sein wird. Vieles wird sich dann in den nächsten zwei Wochen konkretisieren. Wir werden Locations anschauen und werden dahingehend auch die Story anpassen. Zudem gibt es zwei YouTube die ich sehr gerne dabei hätte und die auch Lust haben. Aber endgültig entscheiden werden die sich erst, wenn die Drehbücher fertig sind und die Drehtage fest stehen. ich schleppe das Projekt schon Jahre mit rum und hatte auch schon versucht, das Ding zu verkaufen. Ich war auch vor kurzem im Gespräch mit Produktionsfirmen die das Thema super interessant finden. Allerdings wird dort zur Zeit mehr Comedy gefördert. Nun machen wir es eben selbst, wenn es erstmal nur eine Folge wird. Die Serie soll ja auch einen bestimmten düsteren Ton Anschlagen. Und was ich noch sagen kann: Es wird keine Webserie wo eine Folge nur 5 Minuten geht. Eine so lange Webserie haben wir bisher noch nicht gemacht.

TubeNOW: Auch außerhalb von YouTube bist du kreativ tätig. Für Netflix hast du vor geraumer Zeit kurze Sketches für Facebook produziert. Wie kam es dazu?

DeChangeman: Ich hab auf einer Party den Menschen kennengelernt der sich in Deutschland um die Vermarktung von Netflix kümmert. Wir haben uns gut verstanden und als es darum ging, dass er Sitcom-artige Clips brauchte, haben wir diese Auftragsarbeit ausgeführt. Das hat auch viel Spaß gemacht und wir hätten natürlich gerne viel längere Folgen mit viel böserem Humor produziert. Letztlich haben wir natürlich genau das produziert, was sie von uns erwartet haben. Wir werden in Zukunft auch wieder was für Netflix machen. Allerdings etwas anderes und ganz neues. Aber da kann ich noch nicht mehr dazu sagen.

TubeNOW: Wie steht es denn darum, direkt für die Streaming-Plattform von Netflix ein Projekt, eine Serie zum Beispiel, umzusetzen?

De Changeman: Das ist extrem schwierig. Du brauchst dafür auf jeden Fall eine Mainstream-Reputation. Die reden in Deutschland aktuell nur mit Regisseuren, die in Deutschland unglaubliche Kino-Hits hatten. Ich hätte also mindestens einen sehr erfolgreichen Kinofilm haben müssen, um ins Gespräch zu gehen. Oder einen ultra fetten YouTube-Kanal mit x-Millionen Abonnenten, der qualitativ auf einem sehr hohen Level ist.

 

Bei einem Projekt handelt es sich um eine sehr geile Webserie mit Fabian Siegismund. De Changeman

TubeNOW: Was macht DeChangeman um seine Brötchen zu verdienen? Die 1.000 Dollar Patreon-Kohle geht ja für Webserien drauf.

De Changeman: Ich arbeite als Regisseur und Drehbuchautor. Hin und wieder auch mal als Scriptdoktor. Da bekomme ich Scripte und Drehbücher vorgelegt und soll dann schauen, wie man das eventuell noch dramaturgisch verbessern kann oder wo Gefahren lauern, die dann eventuell auch im Schnitt problematisch werden können. Zudem arbeite ich an drei Projekten, die dieses oder nächstes Jahr zu sehen sein werden. Bei einem davon handelt es sich um eine sehr geile Webserie mit Fabian Siegismund. Darin wird er etwas spielen, wie man ihn noch nie gesehen hat. Zudem wird es dieses oder nächstes Jahr noch etwas bitterbös-satirisches geben. Das dritte Projekt liegt aktuell bei einer großen, von mir sehr geschätzten, Produktionsfirma. Ich hoffe, dass ich darüber bald reden kann. Allerdings sind wir dort ganz am Anfang. Um genau zu sein bei der Entwicklung der ersten Drehbücher.

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TubeNOW: Wo kann man den anhören?

De Changeman: Auf Soundcloud und Deezer. Aktuell versuche ich auch Spotify und iTunes zu bekommen. Das kostet allerdings Geld und ich verdiene mit dem Podcast auch nichts. Da möchte ich ungern noch 200-300 Euro reinstecken.

TubeNOW: De Changeman, du sitzt zum Jahresende am Kamin und du schaust auf dein Schaffen 2017 zurück. Was glaubst du wirst du darüber denken und was ist dein Ziel bis zum Jahresende?

De Changeman: Zum Jahresende hätte ich gerne mindestens zwei Folgen von Deborah ausgespielt und ein entsprechendes Publikum erreicht. Wir gehen visuell und inhaltlich in Richtung der Videospiele Silent Hill 1-3 und vom Feeling her in Richtung Twin Peeks Staffel 1. Es wird düster, es wird unangenehm und es wird sich Zeit genommen. Deswegen hab ich ein wenig Angst, dass YouTube um die Ecke kommt und es wegsperrt.

 

Ich finde Vidme ganz interessant. Die haben gute Ideen.De Changeman

TubeNOW: Glaubst du nicht, dass es für Webserien wie du sie produzierst nicht bessere Plattformen gäbe wie YouTube? Wie wäre es mit Vimeo zum Beispiel? Dort finden sich ja ebenfalls sehr viele kreative Köpfe.

De Changeman: Für mich macht Vimeo keinen Sinn. Erstens kostet es Geld, wenn man viel in guter Qualität hochladen will und zweitens ist es ausschließlich englischsprachig. Man kann natürlich deutschsprachigen Content hochladen, aber das würde niemals auf der Front-Seite landen. Ich hatte dort jahrelang einen Account und habe auch Sachen hochgeladen, aber die Klicks waren so gering, dass es einfach keinen Sinn gemacht hat.

TubeNOW: Also aus deiner Sicht gibt es aktuell keine Alternative zu YouTube, die relevant wäre oder in naher Zukunft relevant wird?

De Changeman: Ich finde Vidme ganz interessant. Die haben gute Ideen. Man kann zum Beispiel Trinkgeld geben oder Inhalte nur für Leute freigeben, die einen gewissen Betrag zahlen. Ich habe da aktuell nichts geplant, aber es ist ein interessanter Weg. So könnte man auch teurere Projekte finanzieren, indem man diese z. B. für 1 Euro im Monat zur Verfügung stellt. Bei dem Nischenzeug das ich mache, wird es aber immer schwierig bleiben. Markus Specht hat mir so viel Spaß gemacht und ist mein absolutes Lieblingsprojekt. Es hat aber wenig Klicks, weil die Leute eher lustigen Kram sehen wollen. Markus Specht ist halt eben recht düster. Ich mach ja auch gerne dieses lustige Zeug. Aber viel mehr Spaß hab ich an sowas wie Markus Specht. Da kann man sich viel mehr ausleben und wesentlich interessantere Geschichten erzählen.

TubeNOW: Seit Ende August ist Markus Specht bei dir auf dem Kanal zu sehen, richtig?

De Changeman: Genau. Es ist eigentlich eine Webserie, nun wurde es als Film etwas anders geschnitten, die Musik hat sich verändert und das Ende ist ein wenig anders. Er hat eine Länge von knapp 50 Minuten und es gibt dazu auch ein Interview mit FloVloggt wo das Thema nochmal beleuchtet wird und ich Fragen dazu beantworte.

TubeNOW: Danke für das Interview.

Florian Florian ist TubeNOW-Portalleiter und langjähriger Webvideo-Beobachter. [email protected]

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