Video-on-Demand Dienste werden mittlerweile von sehr vielen Leuten genutzt. Auch bei uns in der TubeNOW-Redaktion lassen sich Film- und Serienjunkies finden, die regelmäßig ihre Bedürfnisse mit Hilfe von Netflix, Amazon Prime Instant Video oder anderen Streaming-Anbietern stillen.

An unseren Interessen wollen wir euch teilhaben lassen und so möchten wir in dieser monatlich geplanten Serie euch unsere aktuellen Serien- und Filmempfehlungen im Video-on-Demand-Bereich vorstellen. Gleichzeitig wollen wir uns aber auch nicht den Mund verbieten, sollte uns ein außergewöhnlich schlechter Film begegnen.

Ich (Klaas) schaue momentan recht viele Serien gleichzeitig. Innerhalb dieses Beitrags möchte ich vor allem auf die Serien Scrubs und Prison Break eingehen. Fernab werde ich auch noch das ein oder andere Wort über die Filme It’s Kind of a Funny Story und Urlaubsreif verlieren.

Prison Break

Momentan schaue ich am regelmäßigsten Prison Break. Prison Break zeigt, wie Michael Scofield die Unschuld seines älteren Bruders Lincoln beweisen möchte und so gemeinsam mit ihm aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausbricht und infolgedessen durch die gesamten Staaten entflieht, wobei sie immer neue Freunde und Feinde kennen lernen und sich etlichen Konfliktsituationen stellen müssen.

Mittlerweile sagen viele Leute, wenn sie auf Prison Break angesprochen werden, dass sie die Serie inzwischen „zu Mainstream“ oder „nach der ersten Staffel langweilig“ finden. Diese Äußerungen kann ich in keinster Weise nachvollziehen, denn in den ersten drei der vier Staffeln, welche ich bereits anschaute, kam in keinerlei Hinsicht auch nur in irgendeiner Form jemals ein Gefühl der Langeweile auf. Ganz im Gegenteil. Meiner Meinung nach ist Prison Break so sehr von interessanten Begegnungen der Protagonisten Michael Scofield (Wentworth Miller) und Lincoln Burrows (Dominic Purcell) gespickt, dass man die Serie nur verfolgen sollte, wenn man sehr konzentriert ist. Prison Break ist keine Serie, während der man seine WhatsApp-Nachrichten beantworten kann, ansonsten verpasst man etliche Nebenhandlungen.

Doch nicht nur die Hauptcharaktere sind interessant, sondern auch die anderen Personen, die gemeinsam mit Michael und Lincoln ausbrachen, wie beispielsweise der pädophile Serienmörder Theodore „T-Bag“ Bagwell (Robert Knepper) oder Fernando Sucre (Amaury Nolasco) sind sehr interessant aufgemacht und man schließt diese zum Teil – so widersprüchlich es auf Grund ihrer Taten erscheinen mag – in sein Herz. Dramatisiert wird die Handlung durch das Familiendrama von Lincoln, der seinen Sohn L-Jay nicht ohne weiteres sehen kann und immer wieder vor neuen Konflikten steht.

Wer also eine extrem spannende Serie sucht, die ihn eine Zeit lang beschäftigt und fesselt, für den ist Prison Break genau das richtige. Mit den mittlerweile sowohl auf Netflix als auch auf Amazon Prime Instant Video verfügbaren vier Staffeln der Serie lässt sich der ein oder andere Abend sinnvoll vertreiben. Und im Herbst folgt dann eine Fortsetzung, denn die Produktion der fünften Staffel läuft bereits.

Scrubs – Die Anfänger

Doch diese Spannung kann auf Dauer auch anstrengend werden, deshalb habe ich in den letzten Wochen neben Prison Break eine seichte Serie geschaut, bei der ich dann problemlos auch mal meine WhatsApp-Chats beantworten konnte, ohne gleich die halbe Hauptgeschichte zu verpassen. Bei dieser Serie handelt es sich um Scrubs – die Anfänger.

Scrubs gehört mittlerweile schon zu einer sehr alten Serie, man kann die Serie nicht wirklich als „neu“ bezeichnen. Ich persönlich habe die Serie vielmehr neu entdeckt. Vor einigen Jahren habe ich die Serie ab und zu mal im Fernsehen über den Bildschirm laufen sehen, doch nie richtig aktiv verfolgt. Nun jedoch, als mich vor einigen Wochen eine Mandelentzündung quälte und ich nicht gesund genug war, um mich auf eine anspruchsvolle Serie wie Prison Break zu konzentrieren, kam ich auf die Idee, dass es eventuell lustig sein könnte, Scrubs von der ersten Folge an zu gucken, um eventuell auch mal den roten Faden der Geschichte zu verstehen.

Diese Mission nahm ich dann also in Angriff und bei den 9 Staffeln dauerte es auch seine Zeit, doch abschließend kann ich sagen, dass ich es unglaublich witzig fand und mich in jeder einzelnen Folge mehrfach an dem stumpfen und idiotischen Tagträumen des jungen Hauptprotagonisten John Dorian (Zach Braff) amüsieren konnte. Wenn man jede Folge schaut und nicht wie sonst im Fernsehen ab und zu mal eine ohne jeglichen Zusammenhang, dann lässt sich auch ein roter Faden erkennen, der zwar eine nicht besonders komplexe, aber doch lustige Geschichte um das Leben von J. D. kreiert.

Bei schlechter Laune kann diese Serie also meiner Meinung nach super Abhilfe schaffen und ist wenig anspruchsvoll, sodass man sie auch schauen kann, wenn man nebenbei noch andere Kleinigkeiten erledigen muss.

It’s kind of a Funny Story

Doch ich als Serienfanatiker schaue nicht nur ausschließlich Serien, sondern gucke auch manchmal, wenn ich mal Abwechslung brauche, einfach einen ganz normalen Film. Meistens schaue ich hier bei neueren Filmen, da ich meistens viel Wert auf Aktualität lege. Zufällig wurde bei Netflix der Film It’s Kind of a Funny Story angezeigt und ich habe ihn mir in meiner abendlichen Langeweile dann angeschaut.

Der Einstieg des Filmes wirkt sehr verwirrend, da der Hauptprotagonist einen merkwürdigen und absurden Suizidversuch ausübt, doch dies wurde schnell aufgeklärt. Von da an wurde dann langsam in die Geschichte eingeführt und man lernte Craig Gilner (Keir Gilchrist) mit seinen psychischen Problemen kennen. Mit seiner eigenen Einweisung in die Psychiatrie wird ein sehr ernstes Thema in dem Film angeschnitten, denn wenn man psychische Probleme in den Dreck zieht, kann man auch sehr viel Kritik ernten.

Doch der Film findet genau das richtige Mittelmaß. Auf der einen Seite wahrt er die Ernsthaftigkeit des Themas und stellt viele geistige Erkrankungen authentisch da, wie beispielsweise die Depressionen und die Probleme, mit Stress umzugehen, an welchen Craig leidet. Gleichzeitig schaffen es die Regisseure Anna Boden und Ryan Fleck, die auch für das Drehbuch verantwortlich sind, den Film nicht zu ernst wirken zu lassen und lockern den Film mit vielen Witzen und absurden Ereignissen auf. Hierbei hilft natürlich Bobby, welcher von Zach Galifianakis verkörpert wird, der hauptsächlich aus den Hangover-Filmen bekannt ist und so bereits bevor er den Mund auf macht als lächerliche Figur abgestempelt wird.

Insgesamt machte der Film auf mich einen sehr soliden Eindruck und hat mich sehr gut unterhalten. Die Regisseure konnten mit der Ernsthaftigkeit des Themas gut umgehen, haben es gleichzeitig nicht zu trist dargestellt und mit dem Schauspielerensemble meiner Meinung nach genau die richtigen Leute ausgewählt.

Urlaubsreif

Für die Romantiker und Komödienliebhaber habe ich auch noch etwas in Petto, und zwar den Film Urlaubsreif mit Adam Sandler und Drew Barrymore.

Im Allgemeinen handelt der Film von zwei alleinerziehenden Elternteilen, welche seit Ewigkeiten kein romantisches Date mehr hatten und nun ihr Glück bei einem Blind-Date versuchen. Das wird ein voller Reinfall jedoch begegnen sich die beiden daraufhin zufällig beim Einkaufen, vertauschen dort aus Versehen ihre Kreditkarten und fliegen, wie es der Zufall so will, gemeinsam in den Urlaub nach Afrika. Obwohl sie sich zu Beginn nicht ausstehen können, freunden sie sich mit der Zeit immer mehr an, doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Story klingt zuerst sehr langweilig und als ob sie nach dem klassischen Liebesfilm-Schema ablaufen würde. Das mit dem Liebesfilm-Schema stimmt schon in gewisser Weise, doch langweilig ist der Film, welcher erst 2014 erschien und nun auf Netflix verfügbar ist, auf keinen Fall. Die kleinen Witze innerhalb des Filmes aber auch die Running-Gags sorgen für den ein oder anderen herzlichen Lacher bei den Zuschauern. Beispielsweise fand ich die Tatsache, dass Hauptprotagonist Jim Friedman (Adam Sandler) seine Tochter Espn nach dem Fernsehsender ESPN benannt hat, extrem lustig und musste jedesmal erneut lachen, wenn ihr Name fiel.

Mein Fazit zu diesem Film lautet, dass er sehr unterhaltsam ist und für Abende mit Freunden, der Freundin oder Familie super geeignet ist, da er auf der einen Seit sehr lustig ist, aber gleichzeitig auch Romantik beinhaltet und mit der dargestellten Patchwork-Familie und dem dazugehörigen Chaos auch Fläche zur Identifikation mit den Zuschauern bietet, was interessant und amüsant ist.

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