videodays 2017

,Der erste VideoDays 2017 Tag war in diesem Jahr wieder der Showday. Fast sechs Stunden Show gab es für die Zuschauer mit Acts wie unter anderem Mike Singer, sowie der alljährlichen Verleihung der PlayAwards.

Während Flo über den CommunityDay berichtet, möchte ich an dieser Stelle einige Zeilen zum Showday schreiben. Bereits bei meinem Eintreffen auf dem Gelände um 9 Uhr morgens, saßen die ersten wartenden Fans vor den Eingängen um sich Plätze in den ersten Reihen zu sichern. Um 11 Uhr begann der Einlass, sodass pünktlich zwei Stunden später die Show beginnen konnte.

 

Verändertes Stagedesign und weniger Showbesucher

Beim ersten Betreten der Halle bereits einige Stunden vor Showbeginn, fielen einige Veränderungen zu den Vorjahren auf. Zum einen, was bei uns für etwas Überraschung sorgte, war der komplette Oberrang mit schwarzen Tüchern verhüllt worden. Zwar gab es in den vergangenen Jahren berechtigterweise immer mal wieder Kritik an der Veranstaltung und so entsprechend auch an der Show, doch vor allem angesichts der Tatsache, dass im Vorfeld diesen Jahres kräftig die Werbetrommel gerührt wurde, überraschte dies schon ein wenig.

Weitere Veränderungen betrafen das Stagedesign. So gab es in diesem Jahr erstmals einen Steg, der ins Publikum hineinführte und es wurden einige visuelle Lichtelemente verändert und hinzugefügt.

 

Die beste Show seit Jahren

Persönlich bin ich mit einer etwas skeptischen Grundhaltung in die Show gegangen. In den vergangenen Jahren konnte diese nämlich leider nicht mit gutem Line-Up und Diversität punkten. Viel zu trashig und zu Hip-Hop und Raplastig kam diese meist daher. Dies lag natürlich vor allem auch daran, dass viele YouTube Musiker keine Vollprofis sind. In diesem Jahr war das anders.

Die Pre-Show begann direkt mit Auftritten von Trong und Daniele Negroni. Im weiteren Verlauf traten Musiker wie die Mystery Brotherz, Lukas Rieger und Cimorelli auf. Außerdem präsentierten die Grischistudios ihre erste eigene Single „Raus“.

Die Hauptshow war mit Acts wie Bars and Melody, Enyadres und Mike Singer natürlich auch gut bestückt. Vor allem bei Letzterem stieg der Lautstärkepegel hörbar an.

Als Moderatoren führten Dominik Porschen und Phil Laude durch die komplette Show. Dominik Porschen ist ohnehin seit 2013 durchgängig Moderator der Veranstaltung und führte wie immer super durch die Show. Aufgrund des Ausfalls von Melina Sophie nahm er sich Phil Laude an die Seite, was bei vielen Zuschauern und auch bei mir für Freude sorgte. Bei all den stetig wechselnden Künstlern, die in den letzten Jahren auf der Bühne standen, freut man sich über solche bekannten und beständigen Gesichter. Beide Moderatoren standen zudem nicht nur in dieser Haupttätigkeit auf der Bühne, sondern zeigten auch ihre musikalischen Fähigkeiten auf. Dominik Porschen sorgte mit Nina Kutschera und Vincent Hall für einen Gänsehautmoment mit dem Song „Fix You“ von Coldplay, den sie für Melina Sophie sangen.

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Insgesamt war die Show mehr Pop- und weniger Raplastig als in den vergangenen Jahren und wurde auch vom Publikum gut aufgenommen. Im Livestream gab es stellenweise Kritik, da es wie auch in den Vorjahren leider zu Technikproblemen kam. Insgesamt würde ich aber sagen, dass es die beste Show seit mindestens 2014 war.

Mike Singer
Mike Singer
Die PlayAwards und Golden PlayButtons

In diesem Jahr fanden wie gewohnt wieder drei Preisverleihungen auf der Bühne statt. Die PlayAwards, welcher in verschiedenen Kategorien vergeben wird, sowie die Golden PlayButtons. Diese gehen an YouTuber, die die eine Million Abonnenten Marke geknackt haben. Die letzte Preisverleihung, die des YouTuber Wettbewerbs 1-31.tv wollen wir in einem der kommenden Artikel noch etwas genauer beleuchten.

Die PlayAwards wurden im Laufe der Show verteilt. Der PlayAward im Bereich Comedy ging an die YouTuberin Mirellativegal, der für den Bereich Legend an DagiBee und einen Preis in der Kategorie International konnten die Jungs von Bars and Melody mit Heim nehmen. Christoph Krachten lobte sie für ihren Einsatz gegen Mobbing und erwähnte sie als Paradebeispiel für Social Media Stars, da sie sich übers Internet kennengelernt haben. Der einzige PlayAward, der von den Zuschauern bestimmt werden konnte war der Bravo PlayAward und dieser ging in diesem Jahr an Selina Mour.

Neben den PlayAward wurden aber auch die Golden Play Buttons verteilt. Mittlerweile gibt es über 100 deutsche Kanäle, die diese Marke erreicht haben. Längst nicht mehr alle nehmen diese, wie früher gewohnt, auf den Videodays entgegen. Doch in diesem Jahr bekamen drei Videokünstler den Preis auf der großen Bühne überreicht: Izzi, Daniel Jesden und SKK freuten sich mit ihren Fans über die Auszeichnung für eine Million Abonnenten.

Izzi
Izzi
Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die Show sich, gemessen an Organisation, Line Up und Stagedesign im Vergleich zu den Vorjahren um einige Klassen verbessert hat. In diesem Jahr wären einige mehr Besucher in der Halle sehr verdient gewesen. Gewünscht hätte ich mir mehr akustische Elemente, aber das liegt vielleicht einfach meinem persönlichem Musikgeschmack zugrunde. Auch schön gewesen wäre, wenn mehr YouTuber auf der Bühne gestanden hätten. Die VideoDays sind, obgleich sie mittlerweile YouTube und Instagram mit abdecken, schließlich immer noch hauptsächlich eine YouTuberveranstaltung. Acts wie Rezo, Marti Fischer oder MaximNoise auf die Bühne zu holen, wäre entsprechend sicher nicht verkehrt gewesen. Die Show war insgesamt, poplastiger und abwechslungsreicher als in den Vorjahren und trotz Technikproblemen an einigen Stellen wesentlich besser organisiert. Den Zuschauern der ersten Reihe konnte man jedenfalls ihre Zufriedenheit ansehen.

Chrisi

Chrisi

Chrisi ist eine medienbegeisterte Studentin. Seit 2014 betreibt sie einen eigenen YouTube-Kanal und beschäftigt sich mit der Webvideobranche. [email protected]

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