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Die VideoDays sind zu Ende und wir schauen zurück. Wie waren die ersten von Divimove organisierten VideoDays und ist der Versuch einer gewissen Festival-Stimmung am CommunityDay geglückt?

Während Chrisi noch am Artikel für den ShowDay bastelt, schaue ich auf den CommunityDay. Immerhin gab es für diesen Tag ein neues Konzept und vieles lief anders als man das aus den vergangenen Jahren kannte.

Im Vorfeld garantierte Meet & Greets ab rund 50 Euro mit einigen der aktuell begehrtesten Webvideo-Stars und Meeting-Points im abgesperrten Außenbereich für Social-Media-Stars mit vermeintlich überschaubarer Anhängerschaft. Zudem der Versuch mit einer kleinen Außenbühne ein wenig Festival-Flair aufkommen zu lassen.

Wollen wir uns die einzelnen Hauptsäulen des CommunityDays mal genauer anschauen.

 

MeetingPoints – Gute Idee mit wenig Transparenz

Die MeetingPoints waren rückblickend betrachtet grundsätzlich eine gute Idee. So war es ohne viel Aufwand auch für YouTuber mit geringerer Reichweite möglich ihre Zuschauer zu mobilisieren und mit ihnen in Kontakt zu treten. Es lag an ihnen, wie viel Zeit sie sich für jeden Einzelnen nehmen wollten. Die Künstler selbst bekamen etwa zwei Wochen vor Beginn des Events ihre Meeting-Point Slots zugeteilt und hatten daher genug Zeit, diese Angaben ihrer Community weiter zu geben. Etwas kritisch war der Aufbau der Meeting-Points allerdings schon. Fünf verschiedenfarbige Treffpunkte waren um die Arena verteilt. Da es keine Anweisungen gab wie die Schlangen zu bilden waren, ergab es sich regelmäßig, dass die Schlangen sich vom MeetingPoint zur Arena hin gebildet hatten. Daher war der Außenbereich phasenweise nicht mehr gut begehbar. Zudem wäre ein Überblick über die verschiedenen Slots an den Meeting-Points gut gewesen, damit die Gäste vor Ort auch besser hätten planen können.

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Oskar

 

Die CommunityBühne – Hervorragender Jokah Tululu

Die Außenbühne war ein netter Versuch, ein wenig Festivalstimmung aufkommen zu lassen und auch den normalen Ticketinhabern mehr als nur die MeetingPoints anzubieten. Tatsächlich war die Stimmung dort zur etwas späteren Stunde sehr gut. Es waren wohl nie mehr als 200 Leute vor der kleinen Bühne gestanden, allerdings führte Jokah Tululu mit viel Energie und guter Laune durch das Programm. Ich hatte übrigens im Vorfeld versucht heraus zu finden, welche Künstler auf der CommunityBühne zu sehen sein werden. Das wurde entweder gar nicht oder unzureichend von den VideoDays kommuniziert. Ich würde mir wünschen, dass die Außenbühne nächstes Jahr ein wenig mehr Aufmerksamkeit seitens des Veranstalters bekäme. Ein bisschen größer wäre auch nicht schlecht, um dem Wort Festival ein wenig gerechter zu werden.

 

Meet & Greets – Gute Organisation, Versprechen gehalten

Das teure Herzstück des CommunityDays waren die Meet & Greets. Ab rund 50 Euro konnte man ein oder zwei garantierte Meet & Greets buchen und musste sich nicht fürchten, lange in einer Schlange zu stehen und letztlich doch leer auszugehen. Damit versuchte Divimove genau dieser Problematik aus dem Weg zu gehen. Gegenüber TubeNOW gaben die meisten Star- und SuperStar-Ticket-Besitzer/innen an, dass alles reibungslos lief und man auch genug Zeit mit dem Künstler verbringen konnte. Concrafter nahm sich, laut einer Besucherin, rund 1-2 Minuten für jeden Fan Zeit. Andererseits gab es wohl auch Künstler, wo das Management neben anstand und die jungen Fans sehr zur Eile drängte. Wir selbst konnten uns organisationsbedingt nur einen kleinen Eindruck verschaffen, sahen aber einen gut organisierten Ablauf mit freundlichen und herzlichen Social-Media-Stars. Während die VideoDays früher häufig enttäuschte Kinder zurückgelassen hatte, sorgen die garantierten Meet & Greets im Vorfeld für Klarheit und die Enttäuschung bleibt aus. Wenn noch geweint wurde, dann der Freude wegen, dass man seinem Idol so nahe kommen durfte. Das Meet & Greets-Konzept, wenngleich recht teuer, vermied Enttäuschung und Stress bei den Besuchern und das ist absolut zu begrüßen. Allerdings waren die Preise alles andere als Zielgruppengerecht. Rund 50 Euro mussten Fans bezahlen um ein garantiertes Meet & Greet zu bekommen. Für zwei Meet & Greets waren schon rund 70 Euro nötig. Das ist aus meiner Sicht einfach viel zu teuer. Möglich, dass man dies in Berlin bei Divimove beim Vorverkauf erkannt hat. Denn für Berlin sind die Preise deutlich moderater. Dort wird das SuperStar-Ticket mit zwei garantierten Meet & Greets für bereits 44,99 Euro angeboten. Zwar handelt es sich dabei um den EarlyBird-Preis, das Niveau der Kölner Tickets wird das Ticket  für Berlin aber auch nach dieser ersten Vorverkaufsphase sicher nicht erreichen. Zumindest ist das zu hoffen.

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Fazit

Unterm Strich spürte ich weniger Hektik und weniger Stress bei den Fans als die Jahre zuvor. Die Meet & Greets haben den größten Kritikpunkt tatsächlich aufgelöst. So kommt man zwar mit einem klassischen Ticket nicht mehr in den Genuss der ganz großen Stars, weiß das aber auch im Vorfeld und geht nicht mit falschen oder zu hohen Erwartungen zu den VideoDays. Die MeetingPoints und die CommunityBühne wurden gefühlt etwas stiefmütterlich behandelt. Da würde ich mir eine bessere Kommunikation wünschen. Der CommunityBühne könnte man zudem etwas mehr Platz einräumen und prominenter promoten.

Und noch eine kleine Bitte zum Schluss: Bitte holt Jokah Tululu im nächsten Jahr in Köln auf die große ShowDay-Bühne.

Florian

Florian

Florian ist TubeNOW-Portalleiter und langjähriger Webvideo-Beobachter. [email protected]

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