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YouTube: Freund oder Gegner der LGBT’s?
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YouTube: Freund oder Gegner der LGBT’s?

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In Deutschland und vielen anderen Ländern auf der Welt werden aktuell die Christopher Street Days gefeiert. Auch YouTube versucht die Sichtbarkeit der LGBT+ Gemeinschaft mit ihrer #ProudToCreate Aktion zu stärken. Doch gleichzeitig werden Videos aus der Community gelöscht und homophobe Werbeanzeigen geschaltet.

Der Juni ist Pride Monat. In verschiedenen Ländern finden Paraden, Kundgebungen und festivalähnliche Events statt, bei denen für weitere Rechte der LGBT+ Community gekämpft wird und bisherige Erfolge gefeiert werden.
Auch YouTube klinkt sich ein. Die offizielle YouTube Creators Twitter Seite schmückt sich aktuell in den Farben der Regenbogen Flagge. Das Banner bewirbt den Hashtag ProudToCreate mittels welchem YouTube die LGBT+ Community im Rahmen des Pride Monats stärker in den Vordergrund rücken will.

 

Homophobe Werbeclips vor YouTube Videos

Gleich zu Beginn des Junis kam es allerdings zu einem großen Aufschrei in der Community. Mehrere Zuschauer entdeckten vor den Videos verschiedener queerer YouTuber homophobe Werbeanzeigen.
Diese stammten zum einen von einem YouTube Kanal mit dem Namen „ASKDrBrown“, der in seinem, als Werbeanzeige geschaltetem, Video über die Frage „Can you be gay and christian?“ sprach. Eine andere Werbeanzeige stammte von der „Alliance Defending Freedom“, welche sich regelmäßig an Debatten rund um die LGBT+ Community beteiligen. So setzten sie sich unter anderem gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ein. Außerdem sprachen sie sich gegen die Möglichkeit der Adoption von Kindern als gleichgeschlechtliches Paar aus.
Das Problem wurde von verschiedenen YouTubern, wie unter anderem Chase Ross, Sam Collins und Ty Turner, sowohl auf Twitter, als auch auf YouTube angesprochen.
YouTube reagierte auf die Werbeprobleme mit der Aussage, dass die Content Creator die Möglichkeit haben in ihrem AdSense Account bestimmte Anzeigen zu blocken. Weiterhin äußerten sich die Zuständigen der Plattform, dass man bereits daran arbeite die Richtlinien zu verbessern.

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Gelöschte und demonetarisierte LGBT+ Videos

Gleichzeitig häufen sich aktuell wieder Beschwerden der Creator, die mit ihrem Content eben diese LGBT+ Community bedienen. Vermehrt sollen zur Zeit wieder Videos mit Altersbeschränkungen versehen, demonetarisiert oder komplett gelöscht worden sein.
Dies ist kein neues Problem. Bereits Anfang 2017 gab es vermehrt Beschwerden aus der LGBT+ Community bezüglich Demonetarisierung und Löschung von Videos mit Inhalten, die die eigene Community betreffen.
YouTube nahm zu dem Problem bereits Stellung und erklärte, dass die Strikes einem stetig selbst lernendem Algorithmus zugrunde liegen. Dieser mache auch Fehler. Durch das Einspruch erheben seitens der Creator, im Falle eines zu Unrecht gestrikten Videos, soll das System stetig verbessert werden.

Chrisi Chrisi ist eine medienbegeisterte Studentin. Seit 2014 betreibt sie einen eigenen YouTube-Kanal und beschäftigt sich mit der Webvideobranche. [email protected]

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