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Kolumne: Zeit & Selbstmanagement für kleine YouTuber

So könnt ihr produktiver arbeiten und euren YouTube Kanal voran bringen! | 3/4

Unsere Zeit ist begrenzt und ab einem gewissen Punkt kann man sie nicht noch „besser“ auf die verschiedenen Aufgabenbereiche verteilen. Vor allem jetzt geht es darum, wie wir mit dieser Zeit umgehen. Daher möchte ich einige Techniken mit euch teilen, die klein und einfach, aber wirkungsvoll sind und euch helfen können, produktiver an eurem YouTube-Kanal zu arbeiten.

1. Gleiche oder ähnliche Aufgaben zusammenfassen

Um YouTube-Videos zu produzieren fallen verschiedene Aufgaben an:

Brainstorming, Recherche, Skript schreiben, Vorbereitungen treffen, Drehen, Schneiden, Grading, Nachbereitung, etc.

Diese Aufgaben können wir natürlich alle hintereinander erledigen – für jedes einzelne Video in der gleichen Reihenfolge.

Effizienter und produktiver ist es allerdings, ähnliche oder sogar gleiche Aufgaben zu bündeln. Das heißt, nicht nur ein einziges Skript zu schreiben, sondern gleich drei oder vier. Das ganze Equipment nicht nur für ein Video auf- und abzubauen, sondern direkt mehrere Videos hintereinander zu drehen.

So könnt ihr euch viel besser auf die verschiedenen Arten von Aufgaben einstellen und kommt außerdem leichter in den Prozess, Videos vorzuproduzieren.

2. Ablenkungen eliminieren

Während der Arbeit an euren Videos – in welchem Teilschritt auch immer – ist es am besten, möglichst konzentriert zu bleiben. Jede Ablenkung kostet Zeit und Energie und erschwert es euch, in einen Flow-Zustand zu kommen.

Eliminiert also am besten schon im Vorhinein jegliche Ablenkungen und Unterbrechungen.

Schaltet euer Handy in den Flugmodus, sodass euch keine spontanen Nachrichten oder Anrufe stören. Legt es vielleicht sogar ganz aus dem Raum, damit ihr nicht – obwohl ihr ja nur kurz etwas nachschauen musstet – auf Social Media Seiten hängen bleibt.

Sagt euren Mitbewohnern Bescheid, dass ihr gerade nicht erreichbar seid oder hängt sogar ein Schild an die Tür, dass ihr gerade dreht. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der perfekte Take durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen wird. (Ja, das ist mir auch schon oft genug passiert. :D)

Ihr ladet das Video gerade hoch und müsst dafür im Internet sein? Habt nur den wirklich benötigten Tab offen. Ich meine, wir alle wissen, wie ein Video uns zu der nächsten Seite führen kann und auf einmal liest man etwas über die Französische Revolution oder so. 😀

3. Aufgaben delegieren

Auch für euren YouTube-Kanal ist das möglich! Gibt es etwas, dass ihr so gar nicht mögt? Vielleicht hasst ihr es, Animationen zu gestalten, Thumbnails zu designen oder die richtigen Keywords zu finden. Vielleicht kennt ihr aber jemanden, der genau das liebt oder seine Fähigkeiten in dem Bereich trainieren möchte.

Wenn ihr das ganze professionell angeht, kostet Delegation an Profis natürlich meist Geld. Aber vielleicht könnt ihr ja talentierte Freunde fragen und euch ab und zu mit einem leckeren Essen bedanken. Oder ihr zieht den YouTube-Kanal direkt im Team auf? Gleichgesinnte findet ihr sicher in einer Community wie beispielsweise der vom Youlius-Award.

Stellt euch auch hier die Fragen:

  • –   Was mach ich am wenigsten gerne?
  • –   Was könnte jemand anderes viel besser machen?
  • –   Und kenne ich jemanden, der sich über diese Aufgabe freuen würde?
  • –   Können wir eine Win-Win-Situation daraus gestalten?

Probiert es mal aus!

4. Aufgaben automatisieren oder optimieren

Bevor ihr auf einmal alle Aufgaben delegiert, ist es sinnvoll, sich Gedanken zu machen, wie ihr eure Aufgabenprozesse automatisieren oder zumindest optimieren könnt.

Ein Beispiel:

Jedes Mal die Infobox aufs Neue zu schreiben ist ziemlich ineffizient. Jedes Mal denselben passenden Text händisch herein zu kopieren ist schon etwas besser. Aber noch effizienter wäre es, bei den YouTube Einstellungen darauf zu achten, dass der Muster-Infobox-Text automatisch beim Hochladen eines Videos erscheint. So habt ihr den Prozess optimiert und sogar zum Teil oder gar komplett automatisiert!

Eine weitere Möglichkeit ist es, euch die Shortcuts eures Schnittprogramms anzueignen. Das kostet am Anfang etwas Zeit, spart euch aber Zeit, wenn ihr eure ganzen Videos schneidet. Langfristig denken ist hier angesagt!

Ihr arbeitet schon mit anderen Leuten zusammen? Ein Stylesheet für das Design, in welchem ihr alle wichtigen Informationen wie z.B. Farben oder Schriftarten auflistet, kann unglaublich viele Fragen von vornherein beantworten und Zeit sparen, da jeder genau weiß, wie etwas auszusehen hat.

Aufgaben zusammenzufassen ist auch eine Art der Prozessoptimierung.

Welche Aufgaben erledigst du regelmäßig und wie könntest du diese automatisieren oder optimieren?

Warum macht man das bevor man Aufgaben delegiert? Damit auch die anderen Personen, die euch helfen, ihre Zeit möglichst sinnvoll nutzen. 🙂

5. Das Pareto-Prinzip nutzen

Viele Kreative sind kleine Perfektionisten. Ich meine, wir wissen eben genau(!), wie wir uns das Endergebnis vorstellen und unsere Werke sind unsere kleinen Babys. Man möchte alles so gut machen, wie es nur irgendwie geht.

Das verstehe ich. Aber wenn uns der Perfektionismus hemmt, Dinge zu kreieren (siehe den letzten Post) und irgendwann auch mit anderen zu teilen, ist das kein förderlicher Perfektionismus mehr. Er hält uns eher zurück.

Nutzt an einigen Stellen das Pareto-Prinzip, welches besagt, das 20% des Inputs oder Gesamtaufwandes 80% des Ergebnisses ausmachen. Die restlichen 80% Aufwand machen nur die letzten 20% des Ergebnisses aus – also z.B. die Details.

Dieses könnt ihr anwenden, indem ihr euch fragt: Welche Aufgaben sind wirklich so wichtig, dass ich 100 Prozent Einsatz geben muss? Und bei welchen reichen eventuell auch 90, 80, 70 oder sogar 20 Prozent, und das Ergebnis ist trotzdem gut (genug)?

Zum Beispiel könnte euch das Video selbst um einiges wichtiger als die Infobox sein. Das heißt, diese müsst ihr nicht fünfmal kontrollieren. Ein Schreibfehler wird euch verziehen werden.

Über die meisten Mails müsst ihr auch nicht zehnmal drüber lesen. Einmal reicht.

Und die Entscheidung, ob die Farbe bei der einen Animation jetzt RGB 247, 237, 225 sein soll oder doch lieber 247, 239, 222 ist definitiv nicht 30 Minuten eurer Zeit wert.

Entscheidet also ganz bewusst, für welche Aufgaben ihr wie viel Zeit investieren möchtet und dann traut euch auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Fangt auch hier bei kleinen Aufgaben und Entscheidungen an und steigert euch mit der Zeit. So entwickelt ihr ein Bewusstsein dafür, bei welchen Aufgaben ihr auf jeden Fall 100% geben müsst und möchtet und bei welchen auch 80% reichen, um ein super Ergebnis zu erzielen. 🙂

Für weitere Tipps zum Thema „Produktiver arbeiten“, kann ich euch diesen Blogpost von mir empfehlen: https://organisationsliebe.de/produktiver-arbeiten-in-der-selbststaendigkeit/

Und in dem nächsten Post gehen wir der Frage auf den Grund, wie wir uns langfristig motivieren können, unseren Kanal weiterzubringen!

Geschrieben von
Hannah
Hannah Stienen ist das Gesicht hinter „Organisationsliebe“ und unterstützt Solo-Selbstständige dabei, ihre Ziele zu erreichen und den Umgang mit ihrer Zeit stressfrei und besser zu managen. Die eigentliche Musikerin bezeichnet „Selbstmanagement“ als ihre zweite Leidenschaft. Sie teilt regelmäßig ihre Erfahrungen und Tipps auf Instagram & Co und hält Workshops zu dem Thema. Hannah ist zudem Autorin des E-Books „Organisationsliebe – Dein Weg zum ganzheitlichen Planer“, in welchem sie ihre Leserinnen und Leser dazu ermutigt, ihr eigenes Planungs-System zu kreieren, welches perfekt zu den eigenen Wünschen und Bedürfnissen passt.

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